Hundefreudschaften

Hundefreundschaften

Heute möchte ich Euch von einem wunderbaren Hundekontakt erzählen, wo sich wieder zwei gefunden haben, die sich gerne mögen.
Eine Kollegin kam auf mich zu, dass sie einen jungen Ridgeback Rüden im Training hat, für den sie keinen richtigen Kontakt hat. Er sei sehr körperlich und sie hat keinen Hund, der etwas entgegenzusetzen hätte. Alle Kontakte wären schwierig.

Ich hab einen Hund in meiner Hundeschule, der das gut kann.
Auch eine Ridgeback Hündin, die gut 5 Jahre alt und im Hundekontakt recht souverän ist. Gesagt, getan: Meine Kollegin kam mit ihrer Kundin aus Kleve und meine Kundin aus Bergisch Gladbach.
Erst trafen wir uns ohne Hunde und erzählten ein wenig über die Hunde, so dass jeder wusste, wie die Situation des anderen ist. Wir besprachen, wie wir die Situation angehen, dass es nicht eskaliert, sondern für alle Beteiligten gut abläuft.

Dann holten beide Frauen ihre Hunde aus dem Auto. Zuerst kam die souveräne Hündin auf den Platz, dann kam der Jungspund. Weil er so kräftig war, nutzten wir eine 2. Leine, so dass beide Hunde nicht direkt aufeinander losstürmen konnten, sondern erst einmal auf Distanz Geruch aufnehmen konnten und sich ein wenig am Menschen orientieren konnten, bevor der Startschuss kam und die Leinen abgeklickt wurden.

Natürlich stürmte der Jungspund direkt zu der Hündin und wollte den Kopf auflegen, aber die Hündin reagierte sehr souverän und machte ihm locker klar, dass bestimmte Dinge bei ihr nicht laufen.

Sie hatte ihn ja schon auf Distanz entsprechend einschätzen können. Vor lauter Aufregung musste der Jungspund permanent pinkeln. Er hob nicht das Bein, sondern pinkelte nicht strategisch mitten im Terrain im Hocken. Alternativ ging er trinken. Er war lediglich ein aufgeregter junger Kerl, der mit seiner Aufregung nicht so richtig wusste wohin. Sie hat ihm öfter die Leviten gelesen und wenn er nicht mehr weiter wusste: Im Hocken Pinkeln oder Trinken. Witzige Strategie! Es wurden kleine Jagdspiele im Wechsel gemacht, einmal der Jungspund vorne, dann widerum die Hündin. Am Ende konnte die Hündin entspannt auf dem Rasen liegen, ohne dass der Jungspund sie belästigte. Sie ließ ihn entspannt üben, wie man so miteinander Tanzen oder Kuscheln kann und zeigte klare Grenzen auf, was erlaubt ist und was nicht.  Sie hat ihn wunderschön angeleitet.

Eine neue Freundschaft ist entstanden. Aber nicht, weil wir sie direkt aufeinander zustürmen ließen, sondern weil wir erst gecheckt haben, ob die beiden zusammen passen und dann diesen Kontakt entsprechend begleitet haben. Alle haben sich nachher gefreut, besonders die Menschen für ihre Hunde, dass sie einen schönen Hundekontakt hatten.

Wie schön, dass es solche Hunde-Kontakte gibt, wo wunderbare Freundschaften entstehen und ich das begleiten darf!!!!

 

 

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