Workshop Markieren

Bei perfektem Wetter waren wir heute mit den Hunden Markierungen setzen.

In diesem Workshop ging es um Distanzarbeit und Gedächtnistraining. Der Hund musste sich Punkte merken, wo Beute auf Distanz vom Himmel gefallen ist.

Wenn am Anfang die Hunde noch sehr im Umkreis des Menschen gesucht haben, gingen sie bei späteren Trainingseinheiten gezielt zu den entsprechenden, viel weiter entfernten Punkten und brachten die gefundene Beute unverzüglich zu ihrem Besitzer.

Auch das Warten, wenn sich der eigene Mensch entfernte, um die Markierung zu machen, ging bei allen Hunden in der 3. Runde ohne Probleme.

Für alle Hunde war die Suche auf Distanz, wo von einer anderen Perspektive geschickt wurde und dann 2 Punkte abgesucht werden mussten, eine wunderbare Herausforderung, die alle erfolgreich geschafft haben.

Hat mit Euch wieder viel Spaß gemacht!

Karin

Workshop Revieren – systematische Flächensuche

Heute, am 29. September trafen wir uns bei strahlendem Altweibersommerwetter in Moitzfeld zum Revieren.

Wir starteten mit relativ kleinen Flächen, die noch an einer 5-Meter Leine abzusuchen gingen.

Die nächste Fläche wurde schon größer und die letzte Suche war dann auf einer großen Wiese mit wirklich großen Distanzen, die alle Hunde mit Bravour abgesucht haben. Alle Beute-Dummys wurden gefunden.

 

Es war ein wunderbarer Tag mit schönen Trainings und am Ende ziemlich geschafften Hunden.

 

Ich habe den Workshop mit Euch sehr genossen.

Karin

Neue Seminarangebote

Wir haben für Euch neue Seminare geplant.

Bis Oktober gibt es einen Querschnitt von verschiedenen Themen.

Basiserziehung und Grundlagen im Basis-Seminar.

Treibball für gemeinsame Beschäftigung.

Kreativität und Dynamik im Alltag für alle, denen Ideen für gemeinsame Aktionen fehlen oder die einfach nur nach neuen Impulsen suchen.

Reizangelseminar für bessere Jagdkontrolle oder auch für gemeinsamen Spaß mit Deinem Hund.

Im Sommerferien – Intensiv- Seminar gehen wir tiefer auf Deine individuellen Baustellen ein. Die aktive Teilnehmerzahl ist auf max. 6 Mensch-Hund-Teams begrenzt.

Im Jagility-Workshop lernt Dein Hund verschiedenen körperliche Fertigkeiten, kann an einem besseren Körpergefühl arbeiten oder auch komplexe Zusammenhänge erkennen lernen. Es geht nicht um Platzierungen oder Leistung, sondern um das Beibringen von Fertigkeiten und Teamarbeit.

Verstehen und Verstanden werden – hier geht es um die Kommunikation mit Deinem Hund. Dass nicht nur er Dich versteht, sondern Du genauso verstehen lernst, wenn er Dir etwas mitteilt. Nur wenn man sich gegenseitig versteht, kann Kommunikation stattfinden und Beziehung und Vertrauen wachsen.

Wer also intensiv ein Wochenende mit Erziehung- und Beziehungsarbeit erleben möchte, ist bei den Veranstaltungen herzlich willkommen.

Für November planen wir ein 2tägiges Seminar für Frischfütterung und die daraus resultierenden Möglichkeiten der gemeinsamen Beschäftigung. Termin wird noch bekannt gegeben.

Unser komplettes Programm findest Du bei Programm 2018 oder mit diesem Link.

Eure Karin

 

Nach Tod kommt Leben

Nach Tod kommt Leben!

Lange konnte ich diesen Beitrag nicht schreiben. Zu sehr schmerzte der Verlust von meiner besten Lehrerin aller Zeiten, Freundin, Wegbegleiterin, Gefährtin: Carla.

Sie ist im Juli letzten Jahres gestorben. Sie wird unvergessen bleiben.

Leider ist das Hundeleben einiges kürzer als unseres und wir können nur unseren Hund während seines Lebens begleiten, betreuen, versorgen, auf seine Bedürfnisse achten und ihm ein möglichst schönes und artgerechtes Leben bieten. Für uns alle ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, wo wir ihn gehen lassen müssen.

Eine Schutzbefohlene, die mich über Jahre begleitet und mein Leben komplett verändert hat, zu verlieren, war für mich sehr schwer. Wie jemand trauert und wie lange es dauert, muss jeder für sich entscheiden.

Aber es kommt auch wieder die Zeit für einen Neuanfang.

Mitte Mai wird wieder ein Hundemädchen bei uns einziehen. Wir freuen uns so!

 

Neues Webinar – Hunde aus dem Süden

Hunde aus dem Süden

Endlich ist es vollbracht. Das neue Webinar ist fast fertig. Nach Weihnachten wird es online sein. Es war mir wirklich ein Anliegen, dies zu tun, weil immer mehr Hunde aus Notvermittlungen kommen oder aus Tierheimen adoptiert werden.

Doch was sind die Besonderheiten dabei?

Worauf muss ich als Hundebesitzer achten?

Womit muss ich rechnen?

Es gibt soooo viele Missverständnisse in der Kommunikation. Oftmals zu wenig Empathie. Zu wenig Verständnis für bestimmte Verhaltensweisen.

Ich denke, dass Euch dieses Webinar hilft, Euren Hund besser zu verstehen und ihn leichter anzunehmen. Dass es eine Hilfestellung beim Zusammenleben ist und Ihr Erklärungen für bestimmte, für Euch schwierige Situationen bekommt.

Ich wünsche Euch schon einmal viel  Spaß mit diesem Webinar! Hier kommst Du zum Download.

Soziales Lernen

Heute ein schönes Beispiel für soziales Lernen:

Bei warmen Temperaturen finde ich immer sehr schön, wenn Hunde sich im Wasser etwas abkühlen können. Nicht alle finden Wasser gut und manche Hunde sind sehr skeptisch.

In der Regel ist es in der heutigen Hundeerziehung so, dass wir vieles über Leckerchen versuchen, dem Hund schmackhaft zu machen. Oder über Klicker den Hund zum funktionieren bringen wollen. Damit degradieren wir uns als Hundeeltern so dermaßen und es sind einfach nur verpasste Chancen, was wir eigentlich an Beziehungsarbeit mit unserem Hund tun können.

Ich finde immer wichtig, dass wir als Hundebesitzer unsere Elternrolle wahrnehmen und dem Hund zeigen, was es zu entdecken gibt, was man so lernen kann und dass verschiedene Dinge einfach sinnvoll sind, die wir im sagen. Dabei können wir den Hund unterstützen, seine Talente fördern und ihm auch ein gutes Gefühl geben, wenn er Dinge geschafft hat, die er sich vorher nicht getraut hat.

So auch das Thema Wasser:

Beim Wasserapport ist Finja sehr skeptisch und traut sich überhaupt nicht, mit den Pfoten ins kühle Wasser zu gehen. Da sie inzwischen aber sehr Ihrer Besitzerin Dana vertraut und sich wunderbar an ihr orientiert, war meine Idee, doch einfach Vorbildverhalten zu zeigen und selber Schuhe und Strümpfe auszuziehen und in den Hundepool zu steigen. .....und siehe da, Finja lässt sich darauf ein und fischt ganz elegant ihren Preydummy aus dem Wasser.

Der Unterschied zum Leckerchen-training ist, dass der Hund es nicht für ein Produkt tut, wie wir in der Regel unsere Kinder nicht mit Gummibärchen, Schokolade oder Geld erziehen. Durch Vorbildverhalten und Sinngebung können wir uns viel mehr als empathische Hundeeltern positionieren, welche dem Hund die Welt zeigen, spannende Dinge beibringen, die er in der Natur selber gerne lernen würde und dadurch zum Vorbild werden, woran der Hund sich orientieren kann.

Finja hat es sich vorher alleine nicht getraut und als Dana ihr vorgemacht hat, dass man einfach in die Bütt steigen kann, war sie bereit, es zu versuchen. Das ist Lernen am Vorbild - soziales Lernen. Die höchste Form des Lernens. ....und wieder einen Schritt weiter gekommen.

Glückwunsch Dana!

Dog Camp

Samstag, 27. Mai. Fährten- und Mantrailingnachmittag war geplant. Wettervorhersage: 30°C.

Damit gab es ein dickes Problem. Hunde bei den Temperaturen im Auto lassen? Keine Option. Wo ist ein Bachlauf oder See, wo man mit 8 Fahrzeugen parken kann und dann auch noch die Ruhe zur Fährtensuche hat, ohne dass einem freilaufende und unkontrollierbare Hunde in die Parade fahren?

Meine Entscheidung fiel auf den Königsforst. Wir haben den Nachmittag auf den Vormittag vorverlegt, so dass es noch nicht ganz sooo heiß war. Mit Bollerwagen haben wir Boxen und Klappstühle transportiert und unser Dog Camp direkt am Bach aufgeschlagen.

So konnten alle Hunde im kühlen Wald mit dabei sein. In den Stunden, wo wir dort aktiv waren, konnten die anderen Hunde, die nicht mit Suche beschäftigt waren, zur Ruhe kommen oder sich im Bach abkühlen.

Es gab viele Ablenkungsreize, wunderbare Sucharbeit der Hunde, keine unschönen Hundebegegnungen, so dass wir alle nach getaner Arbeit, zufrieden und erledigt den Heimweg angetreten haben.

Begrenzung versus Freiheit

Begrenzung versus Freiheit

"Der Hund muss doch noch Hund sein dürfen, er soll doch auch seine Freiheit genießen. Er muss nur kommen, wenn ich ihn rufe."

Das sind so die Standardsprüche vieler Hundehalter. Aber was bedeutet das eigentlich? Es ist eigentlich ein Widerspruch in sich!

Freiheit

Er muss nur kommen, wenn ich ihn rufe. Was hat das mit Freiheit zu tun. Wenn der Mensch das möchte, hört die Freiheit auf? Wo ist dann die Freiheit? Sie ist nur solange für den Hund vorhanden, wie wir es tolerieren. Passieren Dinge, die wir nicht möchten, ist es vorbei mir der Freiheit. Ist das tatsächlich Freiheit? Hätte er wirklich Freiheit, könnte er alles selbst entscheiden und managen. Dann müsste er auch nicht kommen, wenn wir ihn rufen. Das wäre Freiheit. Aber das wollen wir auch nicht.

Pflichten

Genießt er tatsächlich seine Freiheit? Oder bedeutet es eher die Wahrnehmung von Pflichten und Aufgaben? Dass er für Sicherheit sorgt, indem er unterwegs als erstes alle fremden Hunde und Menschen checkt. Oder überall sein Revier für die nachfolgenden Nahrungskonkurrenten markieren muss? Vielleicht auch für die Sicherheit der Kinder zuständig ist? Oder er seine Menschen beschützen muss? Oder, oder, oder. Also: Kann der Hund wirklich draußen seine Freiheit genießen? Oftmals bedeutet dies wirklich Stress für ihn, von wegen Freiheit genießen......

Hat er im Rudel Freiheit? Darf er da auf fremden Terrain sich von der Gruppe entfernen? Darf er da eigenständig agieren? Oder wird das vom Ranghöchsten entschieden und angeleitet? Ist es außerhalb der Gruppe für ihn alleine sicher?

Sicherheit

Vor einigen Jahren war ich mit meiner Kollegin Angelika auf einer kleinen Insel in Thailand. Dort lebte ein Hunderudel von 4 Hunden. 2 Rüden und 2 Hündinen. Die Rüden mochten sich nicht wirklich. Sie lagen innerhalb der Bungalowanlage immer an unterschiedlichen Orten. Die Hündinnen ebenfalls. Also auf geschütztem Terrain war die räumliche Nähe nicht so entscheidend. Es war halt sicher. Aber wenn die Hunde-Gruppe über die Insel zog, waren alle 4 unmittelbar zusammen. Für sich alleine wäre dort kein Hund sicher gewesen. Der ranghöchste Rüde hat geregelt. Er hatte auch diverse Löcher im Kopf von Kämpfen mit fremden Hunden. Jetzt kann sich jeder mal überlegen, wie es in der Realität aussieht, wenn wir mit Hund im Wald unterwegs sind........... Oftmals werden wir dann mit fremden Hunden konfrontiert, dann kommt lange nichts und dann kommt irgendwann ein Mensch. Zusammen unterwegs sein, sieht anders aus. Das heißt auch nicht, dass diese Hunde ihre Freiheit genießen. Eigentlich sind sie mutterseelenallein unterwegs, auf sich allein gestellt, weil die Menschen denken, es ist für sie ok. Aber welche Bedürfnisse hat eigentlich ein Hund?

Das größte Bedürfnis beim Hund ist Sicherheit. Fühlt er sich nicht sicher, kann er nicht fressen. Fühlt er sich nicht sicher, kann er sich nicht fortpflanzen. Und diese Sicherheit und Geborgenheit können wir Menschen auch beim Hund gewährleisten, wenn wir uns vor Augen führen, was es für ihn bedeutet.

Hund sein dürfen heißt also: Sich entspannt zurücklehnen können und Papa und Mama alles regeln lassen, so wie in einem Hunderudel auch das ranghöchste Paar alles für die Gruppe regeln würde.

Geborgenheit

Und es gibt Hunde, die es regelrecht genießen, wenn sie den Schutz und die Geborgenheit von den Menschen bekommen.

Ich habe diese Woche ein Foto zugesandt bekommen, wo man förmlich sieht, wie der Hund die Begrenzung durch Mama genießt. Er versenkt förmlich seinen Kopf in die Halskuhle von seiner Besitzerin, so genießt er diese Geborgenheit. Dieses Foto fand ich so selbsterklärend, dass ich direkt diesen Beitrag schreiben musste.

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Die meisten Hunde sind mit der Freiheit, die wir ihnen aufzwingen, so überfordert, dass der Stresspegel ins unermessliche steigt. Die Anzeichen werden nur selten wahrgenommen.

Begrenzung bedeutet die Wahrnehmung unser Elternrolle

Der Beginn von einer guten Beziehung und Erziehung ist Begrenzung. Kann man den Hund in der Wohnung nicht begrenzen, dann sicherlich nicht draußen, wenn es in seinen Augen kritisch wird.

Möchten wir gut erzogene Hunde, die sich an uns orientieren und unsere Signale befolgen und zu uns eine gute Beziehung und sichere Bindung haben, müssen wir uns das erarbeiten und unsere Elternrolle wahrnehmen.

Ich helfe Euch gerne dabei.

Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche

Eure Karin

artgerecht – der Art entsprechend

artgerecht - der Art entsprechend

Gestern bei facebook: ein gepostetes Foto mit Junghund, der einen Schnuller im Maul hat.

Kommentar der Besitzerin: Er liebt den Schnuller und ist im Zahnwechsel

Hier sollte man überlegen:

  • Was habe ich überhaupt für ein Tier? Beutegreifer
  • Wie sehen die Bedürfnisse dieses Tieres aus? Sicherheit, Verstanden werden, Wahrnehmung seiner Talente und Fähigkeiten, die gefördert werden sollten.
  • Welche Instinkte hat es?
  • Was braucht mein Tier (Sozialpartner) um glücklich zu sein?
  • Wie passt das mit meinen Vorstellungen überein?

Viele Menschen haben ihre Vorstellung, wie das Zusammenleben mit dem Hund aussehen soll. Wer fragt sich ernsthaft, was der Hund für Vorstellungen von seinem Leben mit uns hat? Der Hund hat sich nicht ausgesucht, bei uns zu leben. Wir haben ihn aus seinem Umfeld herausgerissen und zu uns genommen. Da sollte man auch erwarten können, dass Mensch sich Gedanken darüber macht, was er überhaupt für ein Tier hat. Es ist weder artgerecht, dem Hund aus modischen Gründen Mäntelchen anzuziehen, noch ihm einen Schnuller beim Zahnwechsel in den Mund zu stecken.

  • Es ist artgerecht, dass er jagt, denn jeder Hund ist ein Beutegreifer.
  • Es ist artgerecht, dass er eine gewisse Territorialität besitzt, auch wenn es für uns schonmal schwierig wird.
  • Es ist artgerecht, dass er nicht alle Hund toll findet.
  • Es ist artgerecht, dass er auf gewisse Außenreize reagiert.
  • Es ist artgerecht, wenn er Ochsenziemer, Nasenknorpel, Fellohren, Kopfhaut kaut, auch wenn wir es eklig finden.

Den Hund wie eine Puppe oder Baby zu behandeln heißt, den Charakter und die Natur des Hundes nicht wahrnehmen und annehmen wollen, weil es uns nicht passt. Gehen wir so mit einem Lebewesen um, von dem wir behaupten, dass wir es lieben? Den Hund für seine eigenen Zwecke zu Mißbrauchen, damit alle sagen: "Ist das süüüüüß!" finde ich eher abschreckend und traurig für den Hund.

Ich freue mich über die Mensch-Hund Teams, die etwas über ihren Hund lernen wollen, Kommunikation wahrnehmen wollen, ihn verstehen wollen und ihm ein wirklich artgerechtes Leben ermöglichen möchten (was in unserer Gesellschaft überhaupt möglich ist).

Anbei ein Bild von Spike, der auch als Bordeaux Dogge das Treiben eines Treibballes liebt (Treiben - Jagdsequenz). Ein artgerechter Jagdersatz, wo es um Teamarbeit und kontrollierte jagdliche Beschäftigung geht. Wo man Talent und Fähigkeiten fördert und was Hund und Mensch Spaß macht.

Wenn ein Hund jagdlich beschäftigt wird, wenn er artgerechte Dinge zu Kauen bekommt, wenn man sich mit seinen Bedürfnissen auseinandersetzt und danach handelt:

Das ist für mich artgerechter Umgang, der Art entsprechend!