Ernährung – was gibt es zu beachten

Ernährung - was gibt es zu beachten?

Gestern hatten wir wieder ein Treffen mit unserem Ernährungsteam. Unser Thema war diesmal Säure / Basen Haushalt.

Es gibt Lebensmittel, die basisch verstoffwechselt werden und Lebensmittel, die sauer verstoffwechselt werden. Früher war unsere Ernährung zu 80% basisch und nur 20% Säure bildend. Heute ist es leider von der Gewichtung anders herum. Daher steigen in unserer Gesellschaft auch die ernährungsbedingten Krankheiten. Auch die Krebsrate bei Hunden ist riesig.  Krankheiten entstehen aber immer nur im sauren Millieu, niemals im basischen Millieu. Sehr stark Säure bildend sind Zucker,Getreide und Milchprodukte. Wird der Hund also überwiegend mit Fleisch und Obst/Gemüse ernährt, ist schon einmal die Basis für eine gesunde Ernährung geschaffen.

Wenn man sich vorstellt, dass z.B. Knorpel überwiegend aus Eiweiß (Bindegewebe, also Knorpelzellen, also Eiweiß) besteht und wir uns weiterhin vorstellen, was passiert, wenn Säure auf Eiweiß trifft, wissen wir auch zeitgleich, wie sich Säure auf Knorpel auswirkt. Es verändert seine Struktur, flockt aus und kann nicht mehr das Gelenk abfedern. Die Schlussfolgerung ist daher, je ungesunder der Hund in Bezug auf Säure / Basen Haushalt ernährt wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit von Arthrose oder anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen. Lässt man also Getreide in der Ernährung weg und versorgt ihn mit genügend Vitalstoffen, ist das Risiko der Übersäuerung viel geringer. Wer also seinen Hund nicht frisch ohne Getreide ernährt, tut gut daran, ein kaltgepresstes Futter ohne Getreide zu geben.

Frank Jester schreibt in seinem Buch Arginin, OPC und Entsäuerung:

Exkurs: Gelenke - Stoßdämpfer der Extraklasse

In der Gelenkkapsel endet der Knochen, darauf sitzt eine Knorpelschicht, dann kommt ein Zwischenraum, der mit Gelenkflüssigkeit gefüllt ist, dann kommt der gegenüberliegende Knorpel und Knochen.

Knorpel ist glitschiger als Eiswürfel mit gleichzeitigen stoßdämpfenden Eigenschaften. Diese Kombination muss man sich einmal durch den Kopf gehen lassen. Er saugt Flüssigkeit auf in der Ruhephase und gibt diese wie ein Schwamm bei Belastung ab. Knorpel besteht zu

  • 65-80 % aus Wasseranteil
  • Kollagenfasern (Festigkeit gebendes Strukturprotein)
  • Proteoglykanen (bestehen u.a. aus Hyaloronsäure, Glucosamin, Chondroitin)
  • Chondrozyten (Knorpelzellen) 1%

Die sogenannte Proteoglykane können große Mengen Wasser binden und die Kollagenfasern halten das Ganze an Ort und Stelle. Die Knorpelzellen bauen den Knorpel auf, indem sie Proteoglykane produzieren. Man hat festgestellt, dass die kritische Substanz, um genug Proteoglykane (Wasserfesthalter) zu bilden, das Glucosamin ist.

Die Proteinverdauung des Fleisches geht relativ einfach und schnell. Die Pflanzenfasern, die der Hund in der Natur über den Mageninhalt der Beutetiere aufnehmen würde, benötigen für die Verdauung wesentlich länger. Dafür werden auch die nützlichen Darmbakterien benötigt (Darmflora). Sie unterstützen nicht nur bei der Verdauung, sondern übernehmen vielfältige andere Aufgaben.

  • Neutralisierung von Giften
  • Stärkung des Darm eigenen Immunsystems
  • Produktion von Abwehrstoffen, die schädliche Bakterien abtöten können
  • Produktion von B-Vitaminen und Vitamin K, die unter anderem für das Wachstum von Zellen, Haut, Fell, Krallen, Schleimhäuten, Nervenzellen, Blut- und Immunzellen wichtig sind.
  • Optimale Ernährung der Darmzellen
  • optimale Aufnahme der Nährstoffe, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine über den Darm

Die Länge des Darms bei verschiedenen Tierarten, besonders im Verhältnis zur Körperlänge, hängt hauptsächlich von der prinzipiellen Ernährung der Art ab. Fleischfresser haben einen sehr kurzen Darm, da Fleisch leicht verdaut werden kann. Omnivoren (Allesfresser mensch) haben einen längeren Darm, da pflanzliche Nahrung langsamer verdaut wird. Pflanzenfresser haben die längsten Därme. Das Verdauen von Pflanzenfasern benötigt viel Zeit.

Verhältnis Darmlänge zu Körperlänge:

Mensch (Omnivor) 6:1 - Hund (Carnivor) 3:1 - Schaf (Herbivor) 24:1

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